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Abstract
Man bezeichnet Émile Zola (1840-1902), den großen Naturalisten und Streiter für Dreyfus, gern als das Gewissen Frankreichs. Der idealistische Charakter seines Spätwerks scheint auf den ersten Blick allerdings nicht mit seinem Image als Kritiker und Mahner der Gesellschaft zu vereinbaren.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich aus historischer Perspektive mit den Trois Villes (1894-1898) und den Quatre Évangiles (1899-1903). Sie will zeigen, daß der Autor die, seinem Vorwerk immanente, kritische Beobachtung und Analyse der französischen Gesellschaft nicht aufgegeben hat. Nicht nur seine Gesellschaftskritik, auch seine Lösungsvorschläge, sein Entwurf einer besseren Gesellschaft sind von der Zeit geprägt, in der er lebte. Die Arbeit will die von Zola angesprochenen Themen in ihren historischen Hintergrund einordnen und den gesellschaftlichen bzw. politischen Standpunkt des späten Zolas verorten.
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